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Freiberufliche Betreuung - Lebenshilfe für Andere
Betreuung von Angehörigen 


Kurze Übersicht:

Professionelle Betreuer müssen das Leben von Menschen, die es alleine nicht mehr schaffen, organisieren können. Sie dürfen dabei auf gar keinen Fall Menschen bevormunden.

Es geht um finanzielle Angelegenheiten, um Bankgeschäfte, Schuldentilgung oder Vermögensverwaltung. Über sämtliche Einnahmen und Ausgaben muss sorgfältig Buch geführt werden - moralische Integrität ist oberstes Gebot. Andere Tätigkeiten können die so genannte "Aufenthaltsbestimmung" (also alles rund ums Wohnen) oder die Gesundheitsfürsorge sein. Der Betreuer vertritt die Klienten auch vor Behörden oder bei Gericht. Dem Amtsgericht muss kontinuierlich Bericht erstattet werden. Rund 900.000 Männer und Frauen werden in Deutschland gesetzlich betreut - die Zahl hat sich in den letzten zehn Jahren verdoppelt und steigt stetig. Die Menschen werden immer älter, psychische Erkrankungen nehmen zu, das Leben wird komplizierter - so dass es schneller als früher schwierig werden kann, die eigenen Angelegenheiten hinreichend zu bewältigen.
Meist schwierigere Fälle, landen bei den professionellen Betreuern. Obwohl der Zugang in das Berufsfeld offen ist, haben soziale oder juristische Berufsgruppen die besten Voraussetzungen. Ohne entsprechende Fortbildungen sind die Aufgaben aber nicht zu bewältigen. Enge Verwandte werden und können - wenn der Wille dazu vorhanden ist - auch von Angehörigen betreut. Jedoch, ohne die Zulassung vom Vormundschaftsgericht geht nichts. Erster Anlaufpunkt ist die Betreuungsbehörde bei den Ämtern im Kreis oder der Kommune.
Betreuerinnen und Betreuer sind einzig und allein für die "rechtlichen Seiten des Lebens" zuständig. Und nur jene Arbeitsstunden, die darauf verwendet werden, können anhand der Berufsbetreuervergütungsordnung abgerechnet werden. Bei der Betreuung von Angehörigen - ohne den Status eines Berufsbetreuers - sind unterschiedliche Vergütungsmodelle möglich.
Info:
Die ersten Schritte:
Wer als freier Berufsbetreuer arbeiten möchte, muss sich bei der Betreuungsbehörde der Stadt oder des Kreises (ruhig bei mehreren in der Umgebung) vorstellen. Gut vorbereitet ist halb gewonnen: Besonderer Wert wird auf Qualifikation, Motivation und Erfahrungen (Berufserfahrung im sozialen Bereich, Praktika in Betreuungsvereinen o.ä.) gelegt. Die Betreuungsbehörde schlägt die Bewerber bei gutem Eindruck und Vakanzen dem zuständigen Amtsgericht vor, das die Aufträge vergibt.
Weitere Informationen (unverzichtbare Lektüre) kann man aus Fachbüchern erhalten:
"Handbuch Betreuungsrecht -Sybille M. Meier"
"Ratgeber Betreuungsrecht - Walter Zimmermann"
"Die Vergütung des Betreuers - Deinert-Lütgenz"

Wer als Betreuer arbeitet, muss eine genaue Abrechnung über alle Aktivitäten im Zusammenhang mit seiner Tätigkeit führen. Wirklich jede - noch so kleine Aktivität muss gelistet werden, um auch den Nachweis für seine Abrechnung und Entlohnung führen zu können. Ohne professionelle PC Software wird es ab einer größeren Anzahl von Betreuungen nicht gehen. Diese Software ist aber gerade für Anfänger sehr teuer und man wird erst abwarten wollen, wie sich alles entwickelt. Mit handschriftlichen Listen und Aufzeichnungen wird die Angelegenheit jedoch schnell zum Geduldsspiel !  
Anfänger, die Zeit und Mühe sparen wollen, können (vorausgesetzt Microsoft- Excel-Kenntnisse sind vorhanden) nach einer kleine Einarbeitungszeit nachfolgende und frei nutzbare Tabelle-Akte zur Abrechnung benutzen: 

Exceldatei - Akte.xls
Zipdatei - Akte.zip

EinzelneTextpassagen entnommen aus:
 Hochschulanzeiger Nr. 74, 2004


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